Museumsmittwoch

Ich war in der Berlinschen Galerie bei der Ferdinand Hodler Ausstellung. Es hat mir sehr gut gefallen. Hodlers Bilder im Orignial zu sehen ist ein Genuss - vor allem, weil sie so groß sind. Da lohnt sich der Weg ins Museum. Ferdinand Hodler ist ein Schweizer Künstler, der vor allem Portraits, Landschaften und Menschen gemalt hat. Seine Farbgebungen und Darstellungen vor allem die Wahl der Posen sind doch gar interessant.


Fröhliches Weib, 1911

Ich mit schiefer Brille vor dem Bild mit der schief sitzenden Frau. Hier kann Mensch auch die Größe des Bildes erahnen. Fasziniernd finde ich den Farbauftrag - teilweise wirkt es, als könne mensch noch die leere Leinwand durchsehen. Der Teppich ist herzallerliebst gemalt - so wie mit Filzer noch dazugemalt. Die Farbkomposition gefällt mir sehr - diese rosa und rot Töne kombiniert mit Neapelgelb, beige und braunen Tönen und die dunkelste Farbe sind die Haare in einem MahagoniTon.


Als nächste stand ich dann vor diesem riesigem Bild, welches seinerzeit einen Skandal verursacht hat, was ich absolut nachvollziehen kann. Das Bild nennt sich ‘Die Nacht‘ - er selbst soll dazu geäußert haben, dass es um die Unsicherheit ging, wenn mensch zu Bett geht, ob sie wieder am nächsten Morgen erwachen würde. Allerdings hatte ich beim erstmaligen Betrachten ganz andere Assoziationen und bei dem Gedanken, dass er dieses Bild 1889 ausstellte, dachte ich, Ferdinand Hodler ist aber ein mutiger Mann. Der Mann, der sich vor der über ihn kauernden Gestalt so fürchtet, ist Hodler selbst. Er hat sich selbst gemalt. Ich fragte mich auch, warum so viele erwachsene Menschen in einem Raum nackt gemeinsam schlafen. Ich hatte da so meine ganz eigenen Assozisatien. Auf dem Bild ist neben seiner Frau Bertha Stucki auch seine Geliebte Augustine Duptin dargestellt. Das lass ich jetzt mal stehen und gehe über zu weiteren Bildern.

Die Nacht, 1889/90, Ferdinand Hodler


Hier noch eine kleine Auswahl an Bildern, die mir von Ferdinand Hodler gefallen haben. Es ist eine schöne Ausstellung, die gewiss einen Besuch wert ist.


So das waren meine Impressionen von Ferdinand Hodler.


Dann stieß ich auf einen Raum mit einer Ausstellung von Louise Stomps. Diese Berliner Bildhauerin kannte ich gar nicht und habe auch noch nie von ihr gehört.



Ich war fasziniert. Da ist das Lebenswerk einer Künstlerin in einen kleinen Raum gezwängt und ihr ganzes Leben ist zu bewundern. Wir finden ihre Werke aus all ihren Jahren, Bilder, Fotos, Zeitungsausschnitte. Es handelt sich um eine abstrakte Bildhauerin, die von 1900-1988 hier in Berlin lebte.


Also unbedingt hingehen und ansehen. Die Ausstellung zu Louise Stomps läuft noch bis 17.1.2021




Hier ein Link zur Berlinische Galerie für weitere Informationen: https://berlinischegalerie.de/





















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